Verarbeitung – Stack Organizer
In der Regel findet die Indexierung und Umstrukturierung von Dokumenten automatisiert statt. Mithilfe des Stack Organizers hat der Benutzer jedoch die Möglichkeit, Dokumentenstapel, die auf beliebigem Wege eingelesen wurden, manuell zu indexieren und umzustrukturieren. Zur Umstrukturierung zählt dabei das Trennen, Verbinden und Löschen von Dokumenten, Dateianlagen und einzelnen Seiten innerhalb der Dateianlagen.
Dafür kommt die Webanwendung "Office+ Index Client" (siehe WebserviceIndexClient) in einem speziellen Arbeitsmodus zum Einsatz. In diesem Kontext dient der Index Client somit nicht zur Erfassung neuer Dokumente, sondern zur Nachbearbeitung bereits vorhandener Dokumente.
Der Stack Organizer ist eine optional aktivierbare Funktion, die in den "Process"-Schritt eingebunden ist. Wenn die Funktion aktiviert ist, wird der Stack Organizer als letzter Teilschritt ausgeführt, d.h. nachdem alle Indexdaten extrahiert und alle Makrofunktionen ausgeführt wurden. Der Benutzer kann den aufbereiteten Stapel anschließend nachträglich bearbeiten.
Abweichend von der standardmäßigen Arbeitsweise des "Process"-Schritts, wird hier der Stapel in seiner Gesamtheit herangezogen. Ein Stapel ist erst dann zur Übernahme in den Stack Organizer bereit, wenn sämtliche enthaltenen Dokumente die vorangehenden "Process"-Teilschritte durchlaufen haben. Der Statuswert "WaitingFetch" signalisiert dabei, das ein Stapel auf Abholung durch einen Benutzer wartet. Der Statuswert "WaitingReturn" signalisiert, dass ein Stapel nach abgeschlossener Bearbeitung auf die Rückgabe durch den Benutzer wartet.
Bearbeitung von Stapeln
Nur der erste Benutzer, der einen Stapel im Stack Organizer öffnet, kann diesen Stapel bearbeiten. Solange sich der Stapel in Bearbeitung befindet, ist dieser Stapel für die Bearbeitung durch andere Benutzer gesperrt. Dieser interne Sperrmechanismus zur Verhinderung einer parallelen Bearbeitung ist nur funktionsfähig, wenn eine Benutzerauthentifizierung gegenüber der Webanwendung aktiv ist. Der Name des Benutzers, der die Bearbeitung eines Stapels sperrt, wird als Metadatum gespeichert und im Statusmonitor in den Stapeleigenschaften angezeigt.
Über die globale Makrofunktion ResetStackOrgBatches() kann eine Zeit definiert werden, nach der der Stapel automatisch vom Status "WaitingReturn" auf den Status "WaitingFetch" zurückgesetzt wird. Dadurch können Stapel, die für längere Zeit durch einen Benutzer gesperrt sind und nicht bearbeitet wurden, wieder für die Bearbeitung durch andere Benutzer zur Verfügung gestellt werden.
Zuordnung von Indexwerten
Die bidirektionale Zuordnung von Indexwerten zwischen einem Dokument und dessen Indexierungsmaske im Stack Organizer erfolgt implizit über gleiche Feldnamen im Feldkatalog des Szenarios und in der Maskendefinition. Die Felder in der Maske werden mit den aktuellen Indexwerten des Dokumentes vorbelegt. Anschließend werden diese Werte durch die Werte überschrieben, die in der Maske erfasst wurden. Dabei werden nur gleichnamige Felder überschrieben. Alle übrigen Felder bleiben unverändert.
Unterstützte Dateiformate
Der Stack Organizer ermöglicht eine Umstrukturierung auf Seitenebene. Daher kann der Stack Organizer nur Dateianlagen verarbeiten, die einen seitenweisen Aufbau haben. Die unterstützten Dateiformate beschränken sich auf die beiden Multipage-Formate PDF und TIFF. Seiten im PDF-Format und Seiten im TIFF-Format können innerhalb einer Zieldatei gemischt auftreten. In diesem Fall wird PDF als gemeinsames Zielformat genutzt. Dateianlagen anderer Formate müssen bei Bedarf zuvor durch ein Dateimakro konvertiert werden.
Dateianlagen anderer Formate, die nicht in PDF oder TIFF konvertiert wurden, werden ignoriert und im Stack Organizer nicht angezeigt. Diese Dateianlagen werden implizit an das jeweilige Zieldokument durchgereicht, sofern der Benutzer dieses nicht vollständig gelöscht hat.
Wenn ein Dokument keine Anlagen enthält, die für den Stack Organizer relevant sind, wird das Dokument in seiner Gesamtheit nicht in den Stack Organizer übernommen, sondern unverändert an den Zielstapel angehängt.
Ausgabesystem "StackOrg"
Damit bei der Umstrukturierung von Dokumenten im Stack Organizer der Bezug zu den ursprünglichen Datensätzen in der Verwaltungsdatenbank nicht verloren geht, bleibt der ursprüngliche Stapel unverändert. Für die Weiterverarbeitung wird ein neuer Stapel mit der geänderten Struktur generiert. Die Weiterverarbeitung des neuen Stapel sollte innerhalb eines anderen Szenarios erfolgen.
Das Ausgabesystem "StackOrg" erstellt anhand der vom Stack Organizer zurückgelieferten Metadaten temporär den umstrukturierten Stapel und speichert diesen als neuen Eingabestapel des Zielszenarios. Weitere Informationen zu diesem Ausgabesystem finden Sie unter Ausgabesystem "StackOrg".
Eigenschaften
Eigenschaft | Beschreibung |
|---|---|
Process.StackOrg.Activate | Wahrheitswert, ob die Stack-Organizer-Funktionalität aktiviert wird Der Aufruf der Web-Benutzeroberfläche des Stack Organizers erfolgt über die URL des Office+ Index Clients (siehe Zur Nutzung der Web-Benutzeroberfläche muss zusätzlich die Auslieferung statischer Web-Dateien aktiviert sein (Eigenschaft Standardwert: |
Process.StackOrg.ConditionMacro | Feldmakroausdruck, der bestimmt, welche Stapel verarbeitet werden Wenn der Stack Organizer generell aktiviert ist, kann pro Stapel entschieden werden, ob dieser tatsächlich im Stack Organizer verarbeitet werden soll. Die Bedingung ist in Form eines Feldmakroausdrucks zu formulieren, der einen Wahrheitswert zurückliefert. Wenn keine Bedingung konfiguriert ist, gilt diese implizit als erfüllt. AchtungDie Prüfung auf eine Bedingung ist auf Stapel beschränkt, die nur aus einem Dokument bestehen. Da die Auswertung dokumentweise erfolgt, könnten die Dokumente ansonsten unterschiedliche Prüfergebnisse zurückliefern. Prinzipiell wird nur eine Verarbeitung des gesamten Stapels als eine Einheit im Stack Organizer unterstützt, nicht die Verarbeitung einzelner Dokumente dieses Stapels. Wenn die Verarbeitung im Stack Organizer an eine Bedingung geknüpft ist, muss eine vergleichbare Bedingung auch für die Ausführung des Ausgabesystems "StackOrg" definiert werden. Ohne die Daten, die zuvor durch den Stack Organizer erzeugt wurden, ist dieses Ausgabesystem nicht funktionsfähig. |
Process.StackOrg.Category*(%) Process.StackOrg.DisplayName*(%) Process.StackOrg.Description(%) | Definition von Kategorie, Anzeigename und optionalem Beschreibungstext der Stapel Die Stapel werden mit diesen Angaben in der Stapelauswahlliste des Index Clients angezeigt. Um die Werte individuell auszuprägen, sollten die Werte dynamisch aus Feldvariablen generiert werden. Für die Feldvariablen werden die Werte des ersten Dokumentes im Stapel herangezogen. Das gilt auch für nachfolgende Eigenschaften, die die Nutzung von Variablen erlauben. |
Process.StackOrg.PreviewPageHeight | Höhe der Miniaturansicht in Pixeln Die Miniaturansicht im Stack Organizer zeigt Vorschaubilder der Seiteninhalte. Die Vorschaubilder werden im Sinne einer schnellen Anzeige schon vorab im "Process"-Schritt generiert. Eine benutzerdefinierte Höhenangabe in der Webanwendung wird in diesem Kontext ignoriert. Standardwert: |
Process.StackOrg.DefaultMaskName(%) | optionaler Name einer Indexierungsmaske Diese Indexierungsmaske wird automatisch für die Dokumente eines Stapels geladen. |
Process.StackOrg.DefaultMaskOnly | Wahrheitswert, ob ausschließlich eine Maske genutzt wird, die als Wenn diese Maske nicht ausschließlich genutzt wird, kann der Benutzer manuell eine abweichende Maske auswählen. Standardwert: |
Process.StackOrg.FileFilter | Namensfilter, welche Dateianlagen im Stack Organizer angezeigt werden Die Unterstützung ist implizit auf PDF- und TIFF-Dateien beschränkt. Durch einen benutzerdefinierten Filter kann diese Auswahl bei Bedarf noch weiter eingeschränkt werden. Standardwert: |
Process.StackOrg.IndexMaskFolder* Process.StackOrg.ResourceFolder Process.StackOrg.AllowUser[] Process.StackOrg.AllowGroup[] | Ordnerpfad der Maskendefinitionen, Ordnerpfad zusätzlicher Ressourcen-Dateien und eine Auflistung von Namen und (Windows-) Gruppen der Benutzer oder von Namen der Client-Zertifikate, die Zugriff auf den Webservice haben Diese Eigenschaften sind analog zu den Eigenschaften des Eingabesystems "WebServiceIndexClient" (siehe |
Process.StackOrg.BatchAllowUserMacro Process.StackOrg.BatchAllowGroupMacro | optionale Definition, welchen Benutzern und (Windows-) Gruppen welche konkreten Stapel zur Verfügung stehen Die Definition dynamisch in Form jeweils eines Feldmakroausdrucks, der im Kontext des ersten Dokuments im Stapel ausgeführt wird. Dieser Ausdruck kann einen einzelnen Textwert oder ein Array von Textwerten zurückliefern. Die zurückgelieferten Werte müssen Benutzer- und Gruppennamen sein (in der gleichen Syntax wie bei Wenn das Makro nicht definiert ist oder der Rückgabewert leer ist, gelten keine Einschränkungen und alle Benutzer dürfen alle Stapel sehen. |