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xSuite Interface Windows Prism 5.x – Online-Hilfe

Generelles

Eigenschaft

Beschreibung

General.IncludeConfig[]

Zu den Werten, die aus einer primären Konfigurationsdatenquelle gelesen werden, können Werte aus einer oder mehreren sekundären Quellen hinzugefügt werden.

Die JSON-Inhalte mehrerer Konfigurationen werden zu einer Gesamtkonfiguration zusammengefügt. Das kann z. B. zur Vermeidung redundanter Konfigurationen und/oder Teil-Konfigurationen dienen, wenn in mehreren primären Konfigurationen Inhalte auftreten, die sich wiederholen.

Damit dieselben Inhalte nicht mehrfach gepflegt werden müssen, können diese Inhalte in eine gemeinsam genutzte Include-Konfiguration ausgelagert werden. Diese Include-Konfiguration wird aus den primären Konfigurationen referenziert. In einer Include-Konfiguration können wiederum keine weiteren Include-Konfigurationen eingebunden werden.

In .IncludeConfig[] müssen die sekundären Konfigurationen in URI-Syntax (siehe Datenformat und Datenquellen) angegeben werden. Die Angabe kann als absoluter Pfad erfolgen oder als relativer Pfad, bezogen auf den Pfad der primären Konfiguration. Jede Konfiguration kann eine unvollständige Teilkonfiguration enthalten, denn erst aus der Gesamtheit aller Teile muss sich ein konsistenter Stand ergeben.

Die Zusammensetzung der Gesamtkonfiguration aus diesen Teilen erfolgt als erster Schritt noch vor der inhaltlichen Interpretation und Validierung der Daten. Voraussetzung hierfür ist, dass jeder Teil in valider JSON-Syntax vorliegt. Zum Verbinden von JSON-Daten kommt folgende generische Logik zum Einsatz:

Die Daten werden in der Reihenfolge, in der diese referenziert wurden, aus den sekundären Konfigurationen in die primäre Konfiguration eingefügt. Konfigurationseigenschaften, die in der primären Konfiguration bereits vorhanden sind, werden durch die Werte aus der sekundären Konfiguration überschrieben. Die Daten werden jedoch nur überschrieben, wenn es sich um elementare Eigenschaften handelt und die Werte dieser Eigenschaften in der sekundären Konfiguration nicht leer sind. Werte gelten als leer, wenn diese "null" sind. Eine leere Zeichenfolge "" stellt in diesem Kontext keinen leeren Wert dar und überschreibt somit einen Wert in der primären Konfiguration. Elemente gleichnamiger Arrays werden in der Reihenfolge, in der diese definiert wurden, aus den sekundären Konfigurationen an die jeweiligen Array-Elemente in der primären Konfiguration angehängt. Ausgenommen davon sind inhaltsgleiche Elemente, die nur einmal anstatt doppelt übernommen werden.

Aus fachlicher Sicht ist diese Behandlung der Array-Elemente nicht immer gewünscht. In einigen Fälle sollen z. B. Felder aus einer sekundären Konfiguration in einem bestehenden Feldkatalog der primären Konfiguration ergänzt werden, anstatt einen eigenständigen Feldkatalog anzufügen. Für bestimmte Elemente, die als Array strukturiert sind, findet daher eine inhaltsbasierte Nachverarbeitung der Konfigurationsdaten statt. Für das Endergebnis ist die aus dem Zwischenschritt resultierende Reihenfolge der Array-Elemente relevant. Diese Elemente enthalten Arrays mit Unterelementen, z. B. Feldauflistungen, die zu einem gemeinsamen Array zusammengefasst werden sollen. Diese Zusammenfassung erfolgt durch sukzessives Anhängen weiterer Elemente an das jeweils erste Array. Die Reihenfolge der Elemente wird dabei beibehalten.

  • Konstanten sind in Blöcken strukturiert, deren Elemente mandantenspezifisch oder global gültig (leerer Mandanteneintrag) sind. Alle Elemente, die den gleichen Mandanten oder einen leeren Mandanten haben, werden zu einem gemeinsamen Block zusammengefasst.

  • Feldkataloge, die den gleichen Namen haben, werden zu einem gemeinsamen Katalog zusammengefasst. Nur die Basiseigenschaften des ersten Katalogs werden erhalten. Die Eigenschaften der anderen Kataloge werden verworfen. Aus den Feldern der Kataloge wird eine gemeinsame Feldliste aufgebaut. Bei einem Namenskonflikt auf Feldebene überschreibt das Feld das vorhandene, gleichnamige Feld. Feldkataloge ohne explizite Namensangabe werden unverändert übernommen.

  • Indexdatenleser werden zusammengefasst, wenn diese vom gleichen Typ sind und den gleichen .FileFilter verwenden. Der Typ alleine ist nicht eindeutig, da dieser mehrfach auf unterschiedliche Indexdateien angewendet werden kann. Die Basiseigenschaften werden aus dem ersten Indexdatenleser übernommen. Die Eigenschaften der anderen Indexdatenleser werden verworfen. Aus den einzelnen Listen der Feldzuordnungen wird eine gemeinsame Liste aufgebaut. Bei einem Namenskonflikt hinsichtlich des Zielfeldes (Eigenschaft .Name eines Elements) überschreibt das Element das vorhandene Element.

  • Ausgabeformate und Ausgabesysteme werden zusammengefasst, wenn diesem vom gleichen Typ sind und die gleiche Ordnungsnummer (Eigenschaft .Order) haben. Ausgabeformate und Ausgabesystem ohne explizit gesetzte Ordnungsnummer werden unverändert übernommen. Die Basiseigenschaften werden aus dem ersten Ausgabeformate oder Ausgabesystem übernommen. Die Eigenschaften der anderen Formate/Systeme werden verworfen. Aus den einzelnen Listen der Feldzuordnungen wird eine gemeinsame Liste aufgebaut. Bei einem Namenskonflikt hinsichtlich des Ausgabefeldes (Eigenschaft .OutputName eines Elements) überschreibt das Element das vorhandene Element.

Die globale Eigenschaft General.DebugWriteMergedConfig kann genutzt werden, um das Endergebnis der programminternen Dateizusammenführung zu Kontrollzwecken in Dateiform auszugeben.

General.DebugWriteMergedConfig

Wahrheitswert, ob eine Ergebnisdatei erstellt wird, wenn sekundäre Konfigurationsdaten eingebunden oder Konstantenwerte in die vorliegende Konfiguration eingefügt werden

Standardwert: FALSE

Im Standard ist das Ergebnis der Dateizusammenführung nur im Hauptspeicher verfügbar. Im Problemfall kann die Ergebnisdatei genutzt werden, um eine Sichtprüfung durchzuführen. Die erzeugte Datei hat den Ordnerpfad und Basisnamen der primären Konfigurationsdatei, ergänzt um den Suffix .merged.

Bei datenbankbasierten Konfigurationen wird der technischer Name als Basisdateiname und der Ordner der globalen Startkonfigurationsdatei genutzt.